Des Wahnsinns fette Beute

Des Wahnsinns fette Beute

Wir leben in einer Welt, die nach und nach die Wirklichkeit durch Erzählungen über die Wirklichkeit ersetzt. Diese Narrative haben viel mit Ideologie, Kampf um Deutungshoheit und Lust an der Dominanz tun – und nichts mit der Wirklichkeit, die sich aus Tatsachen speist.

Die aus den Narrativen entstehende Wahrheit wird zum unangreifbaren Dogma – wer sich widersetzt, wird zerquetscht. Die feisten Lügen werden öffentlich schambefreit vorgetragen, verbunden mit der Aufforderung, diese nachzusprechen und nach und nach zu verinnerlichen.

Wer sich zumindest als schuldig durch Nichtwissen bekennt und sich gleichwohl glaubwürdig als lern- und unterwerfungsbereit zeigt, der kann durch intensive Agitation geheilt werden. Denn es gibt keine Lügen, wenn sie alle als Wahrheit anerkennen.

Die neue Wahrheitsreligion ersetzt die Wirklichkeit durch die Rhetorik der Wirklichkeit. Diese bestimmt, wie Wirklichkeit verstanden werden muss – im Denken, in der Sprache, im Schreiben. Die Dreifaltigkeit der Rhetorik der Wirklichkeit – der neue Wahrheitsreligion – umspannt

  • Die Sphäre der Gefühle. Gefühle sind Argumente. Sachliche Abwägungen, Berechnungen, Wahrscheinlichkeiten müssen hinter den Gefühlen zurücktreten – immer.
  • Die Sphäre der Moral. Es gibt eine unangreifbare höchste Moral. Diese Moral ist normativ absolut gesetzt – sie fordert unbedingte Unterwerfung.
  • Die Sphäre der Autorität. Autorität braucht Vertrauen. Autoritäten genießen Vertrauen. Vertraut der Wissenschaft und den Wissenschaftlern. Die Autorität befiehlt, wir folgen ihr.

Die Dreifaltigkeit Gefühle, Moral und Autorität speisen sich aus und beziehen sich auf die Rhetorik der Wirklichkeit. Die neue Wahrheitsreligion braucht keinen Diskurs. Diskurs ist gefährlich. Einheit tut not. Für Fortschritt. Für Gerechtigkeit. Für Solidarität.

Die Playlist DES WAHNSINNS FETTE BEUTE ist auf allen gepflegten Streaming-Plattformen – außer bei Apfel, IchMelodien und DeinRohr – abhörbar. Und jetzt wünsche ich Dir und euch viel Freude beim hören, mooven, grooven und mitsingen. Anbei der Zugang zur Playlist bei Spotify:

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Weitere Informationen

 

Der Wucht des Themas angemessen verweisen die Motive der Songcover auf den Stil der „Alten Meister“ – die großen Maler des 14. bis 18. Jahrhunderts (Renaissance bis Klassizismus/Frühromantik), deren Werke die abendländische Kunst prägten, wie Da Vinci, Michelangelo, Rembrandt und Dürer, die oft durch realistische Darstellungen und komplexe Techniken wie Lasuren und präzise Vorbereitung (Grissaille, Untermalung) beeindrucken. Alle Songcover entstanden auf der Grundlage ausgefuchster Prompts mit Hilfe von OpenAI.